Biodiversität fängt im Garten an
Vorträge und Workshops starten bald
In Zeiten von Extremwettereignissen und Klimafolgenanpassung kann jeder einen kleinen Beitrag für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt leisten. Naturnahe Gärten oder Balkone können die Artenvielfalt mit wenig Aufwand erhöhen.
Wer einen Garten oder Balkon hat, freut sich im Frühling sicherlich, wenn die ersten Pflanzen anfangen zu blühen und nach und nach Vögel und Insekten zu Besuch kommen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Artenvielfalt am eigenen Zuhause weiter erhöhen. Naturnahe Gärten oder Balkone sind hier das Stichwort. Sie sind mehr als läppisch daher gesagt „Kraut und Rüben“, sondern ein wichtiger Faktor, um die schwindende Biodiversität im Kleinen zu stärken.
„In einer Zeit, in der der Verlust der biologischen Vielfalt alarmierende Ausmaße angenommen hat, wird es immer wichtiger, auch im eigenen Garten einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Vielfalt zu leisten. Die naturnahe Gartengestaltung bietet hervorragende Möglichkeiten, die bunte Vielfalt der heimischen Flora und Fauna zu fördern und gleichzeitig Lebensräume für zahlreiche Tierarten zu schaffen“, betont Olrik Meyer, Fachbereichsleiter Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Mobilität beim Kreis Lippe.
„Schon die Aussaat von heimischen Wildblumen auf nur einem Quadratmeter oder auf dem Balkon kann so mancher Wildbiene das Überleben sichern“, sagt Ronja Post, Klimaschutzbeauftragte der Alten Hansestadt Lemgo. „Heimische Stauden sind außerdem perfekt an die regionalen Bedingungen angepasst und bieten zahlreichen Insekten, Vögeln und anderen Tieren ausreichend Nahrung“, ergänzt sie. Je vielfältiger, desto besser, denn damit fördert ein naturnaher Garten das ökologische Gleichgewicht.
Bei allen Pflanzen gilt: Jede hat ihre besonderen Vorlieben hinsichtlich des Standorts. Ob schattig, sonnig, absonnig, trocken, feucht, nährstoffreich, nährstoffarm, konkurrenzstark oder eher konkurrenzschwach – all dies sind Faktoren, die unbedingt berücksichtigt werden sollten, damit sie sich gesund entwickeln kann.
Vogelschutzhecken, Trockenmauern oder kleine Bachläufe sind darüber hinaus übrigens ebenfalls Maßnahmen, die den naturnahen Garten zu einem lebendigen Ort machen.
Neue Vortrags- und Projektreihe startet Ende Februar
Wer Interesse an der naturnahen Gestaltung seines Gartens oder Balkons hat und Unterstützung bei der Umsetzung haben möchte, kann ab Ende Februar an der neuen Vortrags- und Workshopreihe „Biodiversität fängt im Garten an“ des Kreises Lippe, der Alten Hansestadt Lemgo und des Rolfschen Hofs in Detmold teilnehmen. „Das Angebot ist eine tolle Ergänzung zu den 130 Zielen und Maßnahmen unserer Biodiversitätsstrategie ‚Lippes lebendige Vielfalt'“, ordnet Olrik Meyer, Fachbereichsleiter Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Mobilität beim Kreis Lippe ein.
Die Vorträge und Workshops erstrecken sich über das gesamte Jahr. Am 28. Februar startet Referent Matthias Lang um 17 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Kreishauses in Detmold mit seinem Vortrag über naturnahe Gärten. Der dazugehörige Workshop findet am 8. März um 14 Uhr am Rolfschen Hof statt und wird von Geschäftsführerin Susanne Haferbeck geleitet.
Die Vorträge sind kostenlos und finden als Hybrid-Veranstaltungen statt. Anmeldungen für die Vorträge nimmt Ronja Post von der Alten Hansestadt Lemgo entgegen (Telefon: 05261 213-415; Mail: r.post@lemgo.de<mailto:r.post@lemgo.de>). Sie versendet außerdem Teilnahmelinks, wenn Interessierte online dabei sein möchten. Die Workshops kosten 15 Euro pro Termin und Person. Anmelden können sich die Lipperinnen und Lipper bis zu zehn Tage vor Termin beim Rolfschen Hof (Telefon: 05231 9810392; Mail: anmeldung@rolfscher-hof.de<mailto:anmeldung@rolfscher-hof.de>).
Im Mai geht es mit dem „Lebensraum Trockenraum/Magerbeete“ weiter. Im Juni und Juli fügt sich der „Lebensraum Wasser“ an. Der Vortrag und Workshop zum Thema „Lebensraum Wildblumenwiese/Wildblumensaum“ findet im September statt. Im September und November schließt die Reihe dann mit dem Thema „Lebensraum Wild- oder Vogelschutzhecke“. Auf den Webseiten des Kreises Lippe und der Alten Hansestadt Lemgo sind die Termine detailliert aufgelistet. Auf der Website des Rolfschen Hofs sind außerdem wichtige Hinweise zur Anfahrt hinterlegt.
♦ Foto: Alte Hansestadt Lemgo
♦ Alte Hansestadt Lemgo